Branchenmeldungen 03.05.2019

Young ITI 3.0! 11. Young ITI Meeting in Berlin

Dr. Georg Bach
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Young ITI 3.0! 11. Young ITI Meeting in Berlin

Wenn eine Wissensplattform, die dereinst für die unkonventionelle, ja sogar „freche“ Diskussion gegründet wurde, dann auch mal in die Jahre kommt, bedingt das ein Überdenken. Manche dieser Produkte verschwinden vom Markt, manche bleiben und erfinden sich neu. Beim Young ITI gab es diese Phase des „Neuerfindens“ bereits vor sieben Jahren in kleinerer Ausprägung, der große Sprung indes fand beim diesjährigen Treffen in Berlin statt.

Young ITI 3.0 – treffender kann man die komplette, ja vielleicht sogar radikale Neukonzeption dieses einzigartigen Fortbildungsformats nicht bezeichnen – und der Weg nach Berlin hatte sich gelohnt! Auch der Veranstaltungsort unterstützte diesen Neustart, den Relaunch – ist das unkonventionelle, kultige Soho House mit seinen zahlreichen Künstlern und Kreativen doch die „coolste Location in Berlin“, wie es ein einheimischer Teilnehmer nannte.

Geblieben sind die klassischen Young ITI Tugenden – junge/jüngere Referentinnen und Referenten, neue, unverbrauchte Themen, eine erfrischende, unkomplizierte und durchaus auch kontrovers geführte Diskussion – mitunter weit weg vom Mainstream.

 

Die nunmehr angetretene dritte Riege der Young ITI Macher um die Doktoren Frederic Kauffmann, Tabea Flügge, Christian Schmitt, Robert Würdinger, Stefan Röhling und Daniel Bäumer nennt dies „eine Kultur der Diskussion auf Augenhöhe“ – absolut zutreffend!

Ganz neu in der Young ITI Konzeption war die Bildung interaktiver Sessions in Gruppen – jede Teilnehmerin/jeder Teilnehmer konnte in zwei Durchgängen jeweils eine Session wählen und besuchen. Hier war dann allerdings nicht der klassische Frontalvortrag angesagt, sondern – in der Tat interaktiv! – ein Einbringen/eine Beteiligung – und das auf Augenhöhe! Die Wahl der jeweiligen Sessions indes fiel durchaus schwer, so attraktiv waren die angebotenen Optionen, hatten die Young ITI Macher doch ein überaus attraktives Gesamtprogramm zusammengestellt. Quasi als Klammer der neu konzipierten Veranstaltung fungierten zwei Frontalvorträge zu Beginn und am Ende des wissenschaftlichen Programms.

Den Auftakt hierzu lieferten Professor Dr. Dr. Shahram Ghanaati und Dr. Kai Fischer, die in ihren jeweiligen Kurzvorträgen sehr unterschiedliche Wertungen zum Einsatz von PRP gaben.

Ging Dr. Kai Fischer doch eher kritisch mit dem „PRP-Hype“ ins Gericht und maß den zur Wundheilungsverbesserung und -beschleunigung eingesetzten Blutprodukten allenfalls mittlere Evidenz zu, so kam Professor Ghanaati zu einer deutlich besseren Wertung: „Mit PRF und einem geeigneten Platzhalter kann sowohl horizontal als auch vertikal augmentiert werden!“, so seine klare Aussage. Professor Ghaanati bewies sich in der anschließenden Diskussion – souverän moderiert von Young ITI Motor Dr. Frederic Kauffmann – als Verfechter der biologischen Aktivierung.

Konsentieren indes Dr. Fischer und Prof. Ghaanati, dass es vielseitige PRP-Anwendungen in Parodontologie/Implantologie und bei der GBR gibt. Nach diesem gelungenen Auftakt ging es direkt über zu den Sessions, und die hatten es in sich!

Von Univ.-Prof. Dr. Dr. med. Ralf Smeets („Allografts vs. Autografts“) über Dr. Kai Vietor (zusammen mit ZTM Björn Roland „Team – Toll Ein Anderer Machts!“) und Priv.-Doz. Dr. Kristina Bertl („Wundheilungsbeschleuniger fürs Weichgewebe“), Priv.-Doz. Dr. Johann Wölber („Motivierende Gesprächsführung“), Dr. Bernd Hartmann („Marketing, Aufklärung und Recht“) bis hin zu Dr. Alessandro Devigus („Portrait-Fotografie“), da war wirklich für jede(n) mehr als etwas dabei.

Eine Gesamtpräsentation der Sessions zum Ende der Veranstaltung, ideal ergänzt durch einen Impulsvortrag von Professor Dr. Dr. Collin Jacobs über das „Interface Kieferorthopädie und Implantologie“, stellten die Schlusspunkte der durchweg gelungenen Veranstaltung dar. Professor Jacobs erläuterte eindrucksvoll, dass das bisherige „Nebeneinander“ von Kieferorthopädie und Implantologie der Vergangenheit angehört – heute ist es ein gleichberechtigtes „Mit “einander unter maximaler Aktivierung der jeweiligen Schnittstellen. Heutige (3D-)bildgebende und Planungsverfahren, die von beiden Spezialdisziplinen intensiv genutzt werden, unterstützen diese Entwicklung vehement.

Eines ist klar – Zahnmedizin der Zukunft wird anders verlaufen als bisher – deutlich teamorientierter und ebenso deutlich mehr digitaler!

Fazit: Young ITI 3.0 – läuft!

Fotos: Dr. Georg Bach

 

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